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Häufige Fragen

Was unsere Kunden vor dem Kauf wissen wollen, kurz und ehrlich beantwortet. Wenn Ihre Frage hier nicht steht, schreiben Sie uns einfach.

Was ist SDI-12 und warum nutzt TerraTransfer es?

SDI-12 ist ein industrieweiter, herstellerunabhängiger Bus für Umweltsensorik. Mehrere Sensoren teilen sich ein Kabel, der Logger fragt sie der Reihe nach ab. Vorteile: niedrige Stromaufnahme, große Kabellängen (>500 m), freie Sensor-Wahl.

Wir nutzen SDI-12 v1.3 mit Bluetooth-Setup für die Konfiguration direkt im Feld, ohne Laptop am Logger anzuschließen.

Brauche ich eine eigene SIM-Karte für den Aquatos Web LTX?

Nein. Die Aquatos Web LTX kommt mit einer Multi-IoT-SIM, die in über 30 Ländern roamt, Sie müssen nichts konfigurieren. Auf Wunsch liefern wir das Gerät auch ohne SIM, dann können Sie eine eigene M2M-SIM einsetzen, z. B. wenn Ihr Versorger oder Stadtwerk feste Verträge mit einem Provider hat.

Was bedeutet IP68, geht das Gerät auch unter Wasser?

IP68 heißt: vollständig staubdicht und wasserdicht beim dauerhaften Untertauchen. Konkret bei Aquatos: getestet bis 1,5 m über mehrere Tage, in der Praxis seit Jahren in Pegelschächten und Wattenmeer-Standorten im Einsatz.

Die Tauchsonden (Aquatos mini und nano) gehen je nach Druckmembran bis 100 m Wassersäule. Temperaturbereich: −25 °C bis +85 °C, auch unter Permafrost-Eis und in Sahara-Hitze.

Wie sind die Daten verschlüsselt?

TLS-verschlüsselte Übertragung vom Logger bis ins Webportal, BSI-konform. Firmware-Updates sind signiert und verschlüsselt (Manipulation am Gerät wird erkannt und abgewiesen).

BLE-Konfiguration ist mit einer 6-stelligen PIN geschützt; nach Fehlversuchen greift eine Zeitsperre. Die Daten liegen ausschließlich auf EU-Servern (DSGVO-konform). Audit-Logs sind auf Wunsch verfügbar.

Wie lange hält die Batterie wirklich?

Die Aquatos Web LTX schafft mit Standard-Konfiguration über 3 Millionen Messungen und 30.000 Übertragungen pro Batterieladung, das entspricht je nach Mess- und Sendeintervall einer Standzeit von bis zu 10 Jahren im Feld.

Bei aktiver Konfiguration (z. B. 5-Minuten-Mess- und stündliches Sende-Intervall) sind es typischerweise 5–7 Jahre. Die Aquatos mini und nano laufen ohne Mobilfunk-Last typisch noch länger.

Welcher Aquatos passt zu meiner Anwendung?

Aquatos Web LTX: wenn Sie Echtzeit-Daten brauchen, Hochwasser-Frühwarnung, Stadtwerk-Monitoring, Forschungsprojekt mit Cloud-Anbindung. LTE-M plus NB-IoT-Fallback, 24 SDI-12-Kanäle, voll programmierbar.

Aquatos mini: wenn Sie regelmäßig vor Ort sind und Daten via Bluetooth abholen können, typisch für Grundwasser-Messstellen ohne Mobilfunk-Bedarf. 1- oder 2-Zoll-Gehäuse, 250.000 Messreihen Speicher.

Aquatos nano: wenn der Schacht klein ist und Sie den kompletten Sensor im 1-Zoll-Rohr versenken möchten. Sensor, Logger und BLE-Funk in einem Gehäuse, keine Kabel zum separaten Datenlogger nötig.

Was ist der Unterschied zwischen Standard-Messboje und Flachwasserboje?

Standard-Messboje (rot-schwarz lackiert): kugelförmiger Schwimmkörper mit zentralem Mast und Verankerungsstab, robust gegen Strömung und Wellen, für Flüsse, Seen, Talsperren und Küstenbereiche.

Flachwasserboje (schwarz): kompakte Halbkugel auf Edelstahl-Tragerahmen, einsetzbar ab 20 cm Messtiefe, geringe Windangriffsfläche, für seichte und beschützte Gewässer wie Teiche, Wetlands oder ruhige Flussabschnitte.

Kann ich Sensoren von Drittherstellern anschließen?

Ja. SDI-12-konforme Sensoren laufen direkt am Aquatos, von Druck über Multiparameter-Sonden bis Radar-Pegel. Modbus-Sensoren (RTU/RS485) integrieren wir über den Type-0210-Konverter. Pulsausgänge (Watermeter, Kippwaagen) klemmen wir mit dem Type-0330-Pulszähler an.

Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch bei der Integration eigener Sensoren auf der TerraTransfer-Plattform — schreiben Sie uns einfach an.

SDI-12 oder Modbus — was ist für meine Messstelle richtig?

SDI-12 ist für batteriebetriebene Umweltsensorik gemacht: ein gemeinsamer Bus für mehrere Sensoren, sehr niedrige Stromaufnahme, große Kabellängen. Die typische Wahl für Druck-, Multiparameter- und Klimasensorik am Aquatos.

Modbus (RTU/RS485) ist der Standard der Industrie-Sensorik — etwa bei Radar-Pegelsensoren oder magnetisch-induktiven Durchflussmessern. Modbus-Sensoren brauchen mehr Strom; am Aquatos binden wir sie über den Typ-0210-Konverter an, der den Sensor nur für die Messung bestromt und damit batterietauglich macht.

Faustregel: Gibt es den Sensor in beiden Varianten, nehmen Sie SDI-12. Modbus ist dann richtig, wenn ein vorhandener Industriesensor eingebunden werden soll.

LTE-M oder NB-IoT — was ist der Unterschied?

Beides sind stromsparende Mobilfunk-Standards für IoT-Geräte im lizenzierten Spektrum. LTE-M bietet höhere Datenraten und international gut etabliertes Roaming — es ist der Standard-Funkweg des Aquatos Web LTX. NB-IoT punktet mit sehr guter Gebäude- und Unterflur-Durchdringung bei nochmals geringerem Energiebedarf, hat aber geringere Datenraten.

In der Praxis müssen Sie sich nicht entscheiden: Der Aquatos Web LTX nutzt LTE-M mit automatischem NB-IoT-Fallback. Ist LTE-M am Standort schwach — etwa im Unterflur-Schacht mit Gussdeckel — wechselt das Gerät selbstständig.

Relativdruck oder Absolutdruck — was heißt das für meine Pegelmessung?

Eine Drucksonde im Wasser misst immer Wassersäule plus Luftdruck. Ein Relativdrucksensor kompensiert den Luftdruck mechanisch: Eine Kapillare im Sensorkabel führt den Umgebungsluftdruck an die Rückseite der Membran, der Messwert ist direkt der Wasserstand. So arbeiten die Sensoren am Aquatos Web LTX und am mini.

Ein Absolutdrucksensor — wie im Aquatos nano — misst den Gesamtdruck inklusive Atmosphäre. Der Luftdruck muss separat erfasst (Barometer) und herausgerechnet werden; wetterbedingte Schwankungen entsprechen sonst schnell 10–30 cm Wassersäule im Messwert.

Der Vorteil der Absolutmessung: keine Kapillare, also kein Knick- und Feuchterisiko im Kabel und eine kompaktere Bauform — deshalb passt der nano komplett in eine 1″-Sonde. Der Vorteil der Relativmessung: direkt kompensierte Werte ohne zweite Messstelle.

Was ist die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem?

42. (Aber wir messen lieber Pegelstände.) Falls Sie sich tatsächlich für unsere Datenlogger interessieren — alle Antworten finden Sie weiter oben oder unter Kontakt.

Sind noch Fragen offen?

Schreiben Sie uns kurz, was Sie wissen möchten, wir antworten typischerweise innerhalb eines Werktages.